Frankl und Gott

Erkenntnisse und Bekenntnisse eines Psychiaters

Elisabeth Lukas

 
Produktabbildung - Frankl und Gott
Einband:gebunden
Auch als E-Book erhältlich
Abmessungen:13 x 21cm
Seiten:192
Erscheinungsdatum:1/2019
ISBN:978-3-7346-1183-4
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28,90 CHF
Oft hinterfragt, jetzt systematisch dargelegt

· Wie stand Viktor E. Frankl (1905–1997), der bedeutende Neurologe und Psychotherapeut, Überlebender mehrerer Konzentrationslager, persönlich zum Glauben?
· Frankls Ansichten und Denkanstöße zum Glauben und zur Gottesfrage, anhand wichtiger Originalzitate verständlich aufbereitet von seiner renommiertesten Schülerin
· Informativ, mehr noch: in vielerlei Hinsicht inspirierend für die eigene Existenz

Dieses Buch schließt eine Lücke und gibt Antwort auf die Suche vieler Menschen in unserer Zeit

Aus dem Vorwort von Elisabeth Lukas zu »Frankl und Gott«:
»... Vielleicht helfen seine bemerkenswertesten Glaubensansichten dem einen oder anderen in unserer bewegten Zeit, in der die Traditionen schwinden, die Kirchen sich leeren, die Kulturen sich vermischen, die verschiedenen politischen Strömungen aufeinander prallen und die wirtschaftlichen Profite der einzige Interessensmaßstab zu sein scheinen, sich innerlich neu zu orientieren.
Vielleicht gewinnt der eine oder andere dank Frankls Anregungen einen metaphysischen Halt von ähnlicher Stärke, wie er Frankl durch sämtliche Torturen hindurchgetragen hat. Vielleicht wird das 21. Jahrhundert noch eines werden, in dem es ein wahrer Segen ist, einen solchen Halt zu haben.«
AUTOREN-/HERAUSGEBER-INFO
Lukas, Elisabeth
Dr. habil. Elisabeth Lukas, geboren 1942 in Wien, österreichische Psychotherapeutin und klinische Psychologin, ist eine international bekannte Schülerin von Viktor E. Frankl, dem Gründer der Logotherapie, der sinnzentrierten Psychotherapie. Elisabeth Lukas spezialisierte sich auf die praktische Anwendung der Logotherapie, die sie methodisch weiterentwickelte. Bis 2003 leitete sie das Süddeutsche Institut für Logotherapie in Fürstenfeldbruck. Ihr Werk ist mit der Ehrenmedaille der Santa Clara University in Kalifornien für herausragende Verdienste auf dem Gebiet der Psychologie und mit dem großen Preis des Viktor-Frankl-Fonds der Stadt Wien ausgezeichnet worden.
Vorträge, Vorlesungen an mehr als 50 Universitäten sowie Publikationen in 18 Sprachen machten sie international bekannt.
PRESSESTIMMEN
"Die von Viktor E. Frankl (1905-1997) begründete sinnzentrierte Logotherapie verhält sich dem Klienten gegenüber zwar weltanschaulich neutral und kann auch von areligiösen Therapeuten praktiziert werden. Sie ist aber in ihrem Bekenntnis zur unbedingten Sinnhaftigkeit des Lebens durchaus religiös fundiert, mit unverkennbarer Affinität zur Seelsorge. In welcher Art von Glauben hat sie Frankl, der täglich seine jüdischen Gebete verrichtete, verankert? Elisabeth Lukas, die Frankls Denken und seine Person wie sonst wohl niemand kennt, vermittelt in diesem Buch in gemeinverständlicher Form ein Gesamtbild, indem sie die einschlägigen Aussagen Frankls knapp zitiert, erläutert und auf die jeweiligen Fundstellen in seinen Werken verweist.
Sie zeigt, wie er im Kampf gegen den Nihilismus von einem „metaklinischen“ Menschenbild ausgeht, das über den physischen und psychischen Bereich hinaus als dritte Dimension das „Geistige“ (Noetische) postuliert, das uns befähigt, uns von Triebimpulsen, Stimmungen und sozialen Einflüssen zu distanzieren und in Freiheit sinngebende Werte zu erstreben. In dieser Dimension wurzele das Gewissen als Sinn-Organ, das trotz möglicher Missdeutungen intuitiv einen transsubjektiven Sinn erfasse. Im Gewissen melde sich ein transzendenter Auftraggeber, den Frankl gegen alle jüdische Zurückhaltung „Gott“ nennt. Diese zum Menschsein gehörende Gottbezogenheit sei oft „verdrängt“ und darum „unbewusst“. Doch Mensch sein und in psychohygienisch gesunder „Selbsttranszendenz“ leben, heiße „hingegeben (sein) an ein Werk, dem sich der Mensch widmet, an einen Menschen, den er liebt, oder an Gott, dem er dient.“
Leiden erhält für Frankl erst „von der Überwelt“ her einen letzten Sinn, den wir allerdings so wenig erkennen wie Ijob. Nichts ist mehr sinnlos, wenn wir einen „Über-Sinn“ (Vorsehung) annehmen. Diese Annahme begreift Frankl in Anlehnung an Kants Postulate der praktischen Vernunft als denknotwendigen und denkunmöglichen Grenzbegriff: als „Glaubensakt“. Der allerhöchste Wert, der „Über-Sinn“, ist für ihn kein Es, sondern ein Du (Martin Buber), eine „Überperson“, nur glaubbar und so wenig verstehbar, wie es Menschengedanken für ein Tier sind.
Der Mensch soll denn auch nicht von, sondern zu Gott sprechen; das Gebet mache ihn als Du präsent. Freilich wird unserem Gebet „vom unendlich fernen Grund des Seins“ keine Antwort zuteil. Er ist „der immer Schweigende – aber auch der immer Gerufene.“ Eine Gotteskindschaft (Vaterunser) kann sich Frankl nicht vorstellen, eine geschichtliche Gottesoffenbarung, gar eine Menschwerdung, wohl auch nicht. Er meint, die Menschen könnten in jeder Religion den einen Gott finden.
Frankls sinnzentrierte und transzendenzbewusste Spiritualität wirft zweifellos philosophische und theologische Fragen auf. Lukas hat nicht die Absicht, sie zu erörtern, sondern will dem Leser ein verlässliches Panorama anbieten, das er besinnlich betrachten oder auch kritisch weiterdenken kann. Das ist ihr hervorragend gelungen."
Bernhard Grom SJ, Stimmen der Zeit, Heft 4, April 2019


"Erkenntnisse und Bekenntnisse eines Psychiaters
Elisabeth Lukas legt eine Innenansicht ihres Lehrers Viktor E. Frankl vor
Wer war Viktor E. Frankl? "Es ist unmöglich, sein bewegtes Leben und sein vielfältiges Wirken in wenigen Worten zusammenzufassen", schreibt die österreichische Psychotherapeutin und klinische Psychologin Elisabeth Lukas gleich zu Beginn ihres jüngsten Buches - und versuch es dann doch. Frankl, der Philosph, Psychologe und Psychotherapeut, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, zwei Doktorate, 29 Ehrendoktorentitel, Dozent an über 200 Hochschulen weltweit, Autor von rund 30 Fachbüchern, hunderter Artikel, übersetzt in mehr als 40 Sprachen und Begründer der Logotherapie und Existenzananlyse.
(...) Wie stand Frankl (1905-97), Überlebender mehrerer Konzentrationslager, persönlich um Glauben? Lukas bereitet in 84 je zwei Seiten umfassenden kompakten "Kapiteln" Frankls Ansichten und Denkanstöße zum Glauben und zur Gottesfrage, anhand wichtiger, optisch hervorgehobener Originalzitate verständlich auf. Dabei hält sie sich eng an Frankls Texte und fügt die jeweiligen Quellen zum "Nachstudium" an. Der denkbar weite Spannungsbogen berührt Themen wie religiöses Erleben, Transzendenz, Gottesbeweise, Blasphemie, Moral, Gewissen, Liebe, seelische Krankheiten und Heilung.
In ihrem Vorwort schreibt Elisabeth Lukas: "(...) Vielleicht gewinnt der eine oder andere dank Frankls Anregungen einen metaphysischen Halt von ähnlicher Stärke, wie er Frankl durch sämtliche Torturen hindurchgetragen hat. Vielleicht wird das 21. Jahrhundert noch eines werden, in dem es ein wahrer Segen, ist, einen solchen Halt zu haben."
hebe, Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt, Nr. 7, 17.02.2019


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