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Afrikanische Weisheit

Madeleine Delbrêl - Prophetin einer Kirche im Aufbruch

Impulse für Realisten

Annette Schleinzer

Produktabbildung - Madeleine Delbrêl - Prophetin einer Kirche im Aufbruch
Einband:gebunden
Abmessungen:13 x 21cm
Seiten:248
Erscheinungsdatum:6/2017
ISBN:978-3-7346-1110-0
Leseprobe:» Hier online ansehen
28,50 CHF
Madeleine Delbrêl als »prophetische Stimme«:
Anstöße für einen Perspektivenwechsel auf der Linie von Papst Franziskus


Impulse aus der Kraft des Evangeliums:
Mut zum Aufbruch statt Beharren, Realismus des Glaubens statt Resignation

Mit vielen Originaltexten

Der christliche Glaube ist heute längst nur eine mögliche Option unter anderen Weltanschauungen, Religionen und Lebensweisen. Viele Menschen aus allen Schichten und Milieus sehen keinen Zusammenhang mehr zwischen der Realität ihres Alltags und dem Evangelium. Und ungeachtet einer gewissen »Wiederkehr der Religion« erscheint die Kirche vielen als antiquiert, als eine Gemeinschaft von »Insidern« mit fest gefügtem Weltbild, an dem ihre Suche nicht »andocken« kann. Und schließlich wird der Islam immer mehr zu einer Herausforderung.
Bloße strukturelle Veränderungen genügen offenkundig nicht. Es braucht auch eine innere Neuausrichtung, eine neue Sicht auf die Dinge, eine andere Haltung. Die Impulse aus dem Lebenszeugnis und den Schriften Madeleine Delbrêls erweisen sich dabei als eine große Hilfe, ja als eine Quelle der Inspiration: Ihr »Realismus des Glaubens« schöpft aus der immer frischen Quelle des Evangeliums, sucht die Begegnung mit anderen »auf Augenhöhe«, weckt die Kreativität und drängt zum Aufbruch. Weil Gott überall ist. Annette Schleinzer geht den Spuren nach.
AUTOREN-/HERAUSGEBER-INFO
Schleinzer, Annette
Dr. Annette Schleinzer, geb. 1955, Theologin und Exerzitienbegleiterin. 1993 Promotion über Madeleine Delbrêl. Seit 2005 Theologische Referentin des Bischofs von Magdeburg. Annette Schleinzer ist eine der anerkanntesten Delbrêl-Kennerinnen im deutschen Sprachraum mit langjährigen persönlichen Kontakten zum Freundeskreis von Madeleine Delbrêl in Ivry/Frankreich.
Delbrêl, Madeleine
Madeleine Delbrêl (1904-1964) fand mit 20 Jahren zum Glauben. Im säkuklarisierten Umfeld der Pariser Arbeitervorstadt Ivry beschritt sie neue Wege, als Christin zu leben und Zeugnis zu geben. Sie gilt als "eine der bedeutendsten Frauen des 20. Jahrhunderts" (Hans Urs von Balthasar).
PRESSESTIMMEN
„Dass die Zahl der gläubigen Christen in Europa abnimmt, ist inzwischen hinlänglich bekannt und im Bewusstsein aller Beteiligten. Weniger bekannt ist, dass die Umkehrung des Zahlenverhältnisses von Gläubigen und Nichtgläubigen in manchen Regionen Europas bereits vor Jahrzehnten sichtbar war. Eine solche Region ist der Pariser Vorort Ivry, den man heute zur Banlieue der Großstadt Paris zählt. Hier hat Madeleine Delbrêl (1904-1964) ab 1933 als Sozialarbeiterin gearbeitet.
(…) Es ist die Absicht und das Verdienst des Buches von Annette Schleinzer, die religiösen Grundlagen Delbrêls zusammenfassend zu beschreiben. In einer wie oben beschriebenen Situation als Christ zu leben heißt für den Einzelnen, „missionarisch“ tätig zu sein. Das Wort „Mission“ hat dabei allerdings seine Bedeutung verändert: Es handelt sich nicht um Verkündigung von theologisch-dogmatischen Höhen aus. Mission sei ein Zeugnis von Menschen, „die eine Erfahrung mit dem lebendigen Gott gemacht haben; von Menschen, die darin vor allem auch mit Jesus Christus und seiner heilenden und befreienden Liebe in Kontakt gekommen sind und die miteinander daraus leben“ (18). Auf die kirchliche Praxis bezogen heißt das: „Evangelisierung der heutigen Welt“ statt Selbstbewahrung (der Kirche)“ (19). So lebend und arbeitend war Delbrêl für die Autorin eine „Prophetin des Aufbruchs“ (18f). Ihr Realismus - so der Untertitel des Buches - ist weder optimistisch noch pessimistisch gefärbt.
(…) Das Buch ist eine ausgezeichnete Hinführung zu Madeleine Delbrêl. (…) Am Ende findet sich eine Auswahl von Texten in deutscher Übersetzung. Dabei kann der Leser über die originelle (theologische) Sprache Delbrêls etwas von der „realistischen“ Erdung der „Prophetin des Aufbruchs“ erfahren. Schleinzer berichtet von einem Interview des heutigen Bürgermeisters von Ivry, einem Kommunisten und Enkel des stellvertretenden Bürgermeisters zur Zeit Delbrêls. Dieser sagte: „Wenn die Kirche jemanden wie Madeleine Delbrêl selig sprechen würde, dann würde ich katholisch“ (26). Bis heute ist der Bürgermeister der katholischen Kirche nicht beigetreten.“
Lothar Stresius, Aachen, Erbe und Auftrag - Heft 2/2018 - Buchbesprechungen


"Impulse für Realisten
Der christliche Glaube ist hierzulande nicht mehr selbstverständlich. Das geht gerade an denen nicht spurlos vorbei, denen das Evangelium wichtig ist. Es braucht eine innere Ausrichtung, Mut zum Perspektivenwechsel und eine offene Haltung gegenüber denen, die keinen Bezug zum christlichen Galuben haben. Das Lebenszeugnis und die Schriften der französischen Sozialarbeiterin und Mystikerin Madeleine Delbêl (1904-64) können dabei Impulse geben, ist die Theologin Annette Schleizer überzeugt, und hat diese herausgearbeitet. (...)"
(tdh) Tag des Herrn, Nr. 3, 21. Januar 2018

"Die Französin Madeleine Delbrêl war die Profetin einer Kirche im Aufbruch. Ihre Texte sind daher gerade für heute in einer säkularisierten Welt und einer Kirche im Umbruch mehr als aktuell. Annette Scheinzer gibt einen sehr schönen Überblick über all die Themen, die Madeleine Delbrêl bewegten, in dem sie diese sehr oft selbst zu Wort kommen lässt. Man findet darin eine Fülle an Impulsen für Wege, den Glauben heute zu leben."
Licht 2/2018

"Buchtipp
Annette Schleinzer zeigt, wie hochaktuell und prophetisch die Impulse aus dem Lebenszeugnis und den Schriften Madeleiene Delbrêls sind."
Amen. Das Magazin von Campus für Christus, Ausg. Winter 2017

"Anregende Gedanken zu Glauben und Kirche in der modernen Welt
Madeleine Delbrêl (1904 - 1964) lebte als Sozialarbeiterin mit ihrer kleinen Gemeinschaft in Ivry, einem Pariser Vorort, in einem vorwiegend kommunistisch geprägten Umfeld. Obwohl durchdrungen vom Glauben an Christus will sie nicht missionieren oder bekehren, sondern in Wertschätzung und Respekt und im Klima des Vertrauens dem Anderen begegnen und ihn mit seinen Problemen annehmen. Aus den Auszügen von Vorträgen, Reden, Briefen, Meditationen und Schriften Delbrêls, die die Autorin intensiv beleuchtet und umfassend kommentiert, wird die Forderung deutlich, dass die Kirche in der Auseinandersetzung mit gottfernen Menschen, für die Glaube und Kirche im alltäglichen Leben keine Bedeutung mehr haben, kreativ reagieren, Traditionen hinterfragen und notfalls ändern muss. Da die Parallelen zur Gegenwart unverkennbar sind, bedeuten die vorgelegten Impulse eine vielschichtige Quelle für den Christen, die Grundlagen des Glaubens zu bedenken und den notwendigen Wandel sinnvoll zu gestalten. Im Anhang sind einige markante Texte Delbrêls in voller Länge angefügt. - Ein angregendes Buch, das realistisches Christentum sichtbar macht."
Helmut Eggl, Buchprofile/medienprofile Jg. 62/2017, Heft 4


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