Die Mönche von Tibhirine

Zeugen eines notwendigen Dialogs

Baumer, Iso

Produktabbildung - Die Mönche von Tibhirine
Einband:gebunden
auch als E-Book erhältlich
Abmessungen:21 x 13 cm
Seiten:184
Ausstattung: mehrere Abbildungen
Erscheinungsdatum:7/2018 Erweiterte und aktualisierte Neuausgabe
ISBN:978-3-7346-1168-1
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27,90 CHF
Christian de Chergé wurde am 8. Dezember 2018 gemeinsam mit 18 weiteren algerischen Märtyrern seliggesprochen.

Die sieben ermordeten Trappistenmönche von Tibhirine/Algerien wurden durch den Film "Von Menschen und Göttern" einem Millionenpublikum bekannt, jetzt sind sie als Märtyrer anerkannt. Angesichts aktueller Debatten über das Verhältnis von Christen und Muslimen ist ihr Lebenszeugnis hochaktuell.

Iso Baumer stellt die Mönche und einige andere in Algerien ermordete Christen vor. Er skizziert die Hintergründe und problematische Entwicklungen, auch in der jüngsten Zeit. Baumer ist überzeugt: die Zukunft liegt gerade wegen der Schwierigkeit (auch bei uns in Europa) im Dialog und in der Begegnung. Einer Begegnung, in der auch die offenen Fragen zur Sprache kommen.

· Die Hintergründe der Ermordung der Mönche von Tibhirine
· Die Opfer und ihr Vermächtnis
· Perspektiven für den interreligiösen Dialog?
· Mit Gedichten von Frère Christoph von Tibhirine

Mit dokumentarischem Anhang und Abbildungen.

Die erweiterte Neuausgabe wurde nach den neuesten Erkenntnissen auf den aktuellen Stand gebracht.
AUTOREN-/HERAUSGEBER-INFO
Baumer, Iso
Iso Baumer (* 1929 in St. Gallen) ist ein Schweizer Religionswissenschaftler und war Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg (Schweiz). Baumer befasste sich früh mit Theologie und verfasste viele Publikationen zur westlichen und östlichen Kirchengeschichte (religiöse Volkskunde, Ostkirchenkunde). Er ist bekannt für sein Netzwerk, seine Kenntnis der christlichen Kirchen sowie seine ausgewogenen Analysen. Mit den Vorgängen in Algerien beschäftigt er sich seit vielen Jahren.
PRESSESTIMMEN
Das Buch der Woche
(...) Die Geschichte des Klosters Tibhirine ist bewegend und bewegt; zwischen Schließung und Blüte, an Mönchen reich und arm, wechselnden Oberen, Visionären und nüchternen Menschen, wird erst 1971, mit der Ankunft von Christian de Chergé, als Prior, das Kloster Notre Dame de l’Atlas zu dem, was es heute ist: eine Ermahnung an die Menschen, ein Signal und Synonym für die Verständigung zwischen Christen und Muslimen auf Augenhöhe. Die Mönche - im zivilen Leben - Ärzte, Priester, Offiziere, Handwerker ua. - finden unter schwierigen kulturellen Bedingungen ihre Bestimmung: Sie sind dem Weg des Zweifels, der Unzulänglichkeit des Daseins nicht ausgewichen und erlebten die Gewissheit, dass ihr Tun einem höheren Ziel dient; sie sind auch dem Weg der politischen Wirren Algeriens nicht ausgewichen und haben ihr Menschsein als Mönche bis zum Ende unter Beweis gestellt. Es ist ein Unterschied, ob einem das Leben genommen wird, oder ob man es hingibt. Das Buch ist eine Botschaft des Lebens, des Friedens, der Zukunft. Aber vor allem, der Versuch, ein Gespräch mit den Muslimen zu finden; den Islam und die Handlungen islamistischer Gruppen zu verstehen. (...) Der Anhang ermöglicht einen Überblick über die politische Situation, insbesondere die schwierige Lage der katholischen Kirche in dieser Region, verbunden mit den biografischen Hintergründen nicht nur der Mönche, sondern auch des Bischofs von Oran, Pierre Claverie, seines muslimischen Chauffeurs, Mohamed Bouchikhi, und anderen Brüdern und Schwestern, die auch gewaltsam ums Leben kamen, um das Geschehen einigermaßen zu verstehen. Soweit das Geschehene - und die derzeitige Situation mit dem Islam - überhaupt zu verstehen ist. (...)
Im Testament von Christian de Chergé ist von der Bedeutung des Islam in der Vorsehung Gottes zu lesen. Wir wissen es nicht, aber es könnte sein, dass darin eine tiefere Bedeutung liegt. In schā' Allāh - so Gott will.
Hans Augustin, Januar 2019
Sendetermin: KW 6 (mehrmalig) auf Radio Maria Südtirol / Österreich und - je nach Programmablauf Radio Horeb


"Das Schicksal der Mönche
Am 8. Dezember 2018 wurden 19 Christinnen und Christen seliggesprochen, die in der Zeit von 1994 bis 1996 wegen ihres Glaubens in Algerien Opfer des islamistischen Terrors wurden. Die berühmtesten unter ihnen sind die sieben Trappisten des Klosters Tibhirine.
Der Schweizer Ostkirchenkundler Iso Baumer beschäftigt sich seit Langem mit dem Schicksal dieser Mönche und hat zur Seligsprechung
sein Buch von 2001 aktualisiert. Es geht ihm nicht so sehr um die Geschichte des Klosters und die Monate der Entführung der Mönche, bis
schließlich ihre abgetrennten Köpfe gefunden wurden, sondern um deren herausforderndes spirituelles Erbe, das sich in ihrer Treue zum algerischen Volk und ihrer Sympathie mit dem Islam zeigt. Ein dichtes, inhaltsreiches Buch, in dem sich auch geistliche Texte der Mönche selbst finden."
Josef Wallner, KirchenZeitung Diözese Linz, 13. Dezember 2018

"Sieben Trappistenmönche wurden in den 1990er-Jahren in Algerien ermordet. Iso Baumer zeigt die Hintergründe auf, stellt die Opfer vor, um dann den Blick in die Zukunft zu richten: Begegnung und Dialog, gerade auch mit Muslimen, das ist - trotz allem - das hoffnungsvolle Vermächtnis dieser Glaubenszeugen."
Lesetipps im NEUKIRCHENER KALENDER 2017

"Der bis 1999 an der Universität Fribourg Ostkirchenkunde dozierende Autor schildert 'Die Ereignisse und die Hintergründe', bedenkt 'Wege in die Zukunft' und stellt die 'Opfer' vor, nicht im Sinne von
Hagiographie und vorzeitiger Kanonisiation, wie er betont, sondern als eine "Anfrage an uns und unser Selbstverständnis als europäische Christen", die an diesen lokalen Ereignissen und dem Geschick dieser algerischen Glaubenszeugen aufbricht."
Stefan K. Langenbahn, Archiv für Liturgiewissenscahft, Jahrgang 56.2014

„…Vor allem der Prior des Klosters, Christian de Chergé, hat sich immer wieder mit dem interreligiösen Dialog auseinandergesetzt und zahlreiche tiefgründige Schriften zu diesem Thema verfasst. (…) Doch Iso Baumer blickt auch über Tibhirine hinaus, wagt selbst einen Blick in die Zukunft der christlichen Minderheit in Algerien.“ Andreas Laska, Kath. Sonntags-Zeitung, Nr. 4, 29./30.1.2011

„…skizziert politische und religiöse Hintergründe und öffnet den Blick für die Möglichkeiten eines interreligiösen Dialogs und auch für die nicht gerade erfreuliche zukünftige Situation der algerischen Christen.“
Helmut Eggl, Buchprofile/Medienprofile Jg. 56/2011, Heft 4


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